E-Mobilität – Rechtliche Rahmenbedingungen

Im Rahmen des von der EU-Kommission vorgelegten „Clean Energy Package“ wurde auch die Gebäudeeffizienz-Richtlinie einer Überarbeitung unterzogen. Wesentliche Neuerung ist die Förderung der Elektromobilität und ihre Integration in den Gebäudesektor.

 

Laura Fleischmann
Projektleiterin E-Mobilität
+49 221 57993-880
fleischmann@ehi.org

Dies betrifft unter anderem auch Handelsgebäude und schließt ein, dass bei Neubauten und Gebäuden, die einer umfassenden Renovierung unterzogen werden mindestens ein Ladepunkt bis 2020 bereitgestellt werden muss, sofern mehr als 10 Stellplätze vorhanden sind. Um flexibel auf technische Weiterentwicklungen reagieren zu können, soll zudem jeder fünfte Stellplatz mit einem Leerrohr versehen werden.

Bis 2025 sollen dann auch Ladepunkte und Lehrverrohrungen in Bestandsobjekten nachgerüstet werden. Die genaueren Spezifikationen der Gebäudeeffizienzrichtlinie werden derzeit in nationales Recht umgesetzt.

Status Quo

Die Umsetzung der Anforderungen zur Installation bzw. Nachrüstung von Ladesäulen in Verbindung mit den bisher noch nicht eindeutig geklärten regulatorischen Vorgaben stellt die Händler vor neue Herausforderungen.

Derzeit werden bereits verschiedene Modelle erprobt, über 50% der Händler haben bereits Ladesäulen für ausgewählte Standorte installiert. Generell befinden sich die Händler noch in der Testphase und analysieren die Nutzung bzw. das Verhalten der Kunden.

Ein Großteil der Händler bietet den Strom am Parkplatz zurzeit noch als kostenlose Dienstleistung für ihre Kunden an. Daneben werden aber auch Kooperationen mit Energieversorgern eingegangen, die auf der Parkplatzfläche die Ladesäulen betreiben. Neben der bisher noch eher geringen und auch zukünftig schwer abzuschätzenden Kundennachfrage gibt es zusätzliche Herausforderungen, die einen Ausbau von Elektromobilitätskonzepten verkomplizieren.

Hemmnisse sind beispielsweise limitierte Netzanschlusskapazitäten, energierechtliche Fragestellungen, Unterschiede in Hard- und Software der vorhandenen Ladesäuleninfrastruktur sowie verschiedene Abrechnungssystematiken.

Klimaschutzinitiative des Handels

Die HDE-Klimaschutzoffensive richtet sich an kleine und mittelständische Unternehmen aller Handelsbranchen. Praxisnah werden Wege und Möglichkeiten aufgezeigt, um schnell und einfach Energie und Kosten einzusparen. Ziel ist es, einen deutlichen Beitrag zu Klimaschutz und Energieeffizienz im Einzelhandel zu leisten. Der Handelsverband Deutschland (HDE) arbeitet daran, die Bausteine der Klimaschutzoffensive im Handel zu etablieren.

Die Klimaschutzoffensive des Handels will diesen Unternehmen technisches Know-how praxisnah vermitteln und ihnen Maßnahmen und Möglichkeiten anbieten, mit denen sie nicht nur klimaschädliche Emissionen vermeiden, sondern vor allem auch ihre Energiekosten senken können. KMU aller Handelsbranchen werden mit einem umfassenden Angebot unterstützt, selbst aktiv zu werden und damit einen deutlichen Beitrag zu Klimaschutz und Energieeffizienz im Einzelhandel zu leisten. Dabei finden Sie weitere Informationen zum Thema Elektromobilität im Handel und eine Checkliste Elektromobilität (PDF).